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Treating your money like a lover: Workshop Erfahrungsbericht

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Auf Wetreat laden wir regelmäßig Leute ein, von ihren Erfahrungen bei Workshops und Retreats  zu berichten. Ich freue mich sehr, dass Psychologin, Reisefreundin und Weltverbesserin Dannie Quilitzsch so ausführlich über ihre Erfahrungen eines Workshops berichtet hat, den ich eigentlich auch gut gebrauchen kann: Wie bekomme ich ein gutes Verhältnis zu Geld, warum ist das immer wieder ein (nerviges) Thema in meinem Leben und wie lerne ich gut mit Geld umzugehen? Aber lest selbst: 

MickeyMouse_Geld

Nachdem ich die letzten acht Jahre Silvester immer auf Reisen verbracht habe, hatte ich mir mit meiner besten Freundin für diese Jahreswende vorgenommen, diese für mich immer magische Zeit einmal nach dem Brauch der Rauhnächte zu verbringen. Statt unter Palmen zu faulenzen, auf das Meer zu starren und sich dabei noch einmal die bedeutendsten Momente des letzten Jahres vor Augen zu führen, um danach bei Yoga und Meditation vielversprechende Intentionen für das neue Jahr zu setzen, haben wir uns dieses Mal für den Winter in München entschieden. Wir hielten die Kälte und Nüchternheit, die Jahreszeit, die auch unsere Ahnen als Winter erlebten, als die passendere für unser Rauhnächte Programm als eine Reise in wärmere Gefilde.

Welcher Teil von Dir braucht mehr Aufmerksamkeit?

Wie wir uns die 11 beziehungsweise 12 Rauhnächte um die Ohren gehauen haben, könnt Ihr hier auf meinem Blog nachlesen. Für diesen Erfahrungsbericht ist eigentlich nur entscheidend, was herausgekommen ist bei den Fragen: Was beschäftigt mich – in welchen Bereichen meines Lebens bin ich rundum zufrieden und welche Bereiche machen immer wieder auf sich aufmerksam und schreien somit leise nach Veränderung?
Ich habe nämlich festgestellt, dass mein Leben so wie es ist schon ziemlich großartig ist. Zwei Themen haben sich allerdings dargestellt wie Sorgenkinder in meinem Leben. Bei dem einen bin ich nicht ganz sicher, ob ich mir überhaupt Sorgen machen muss, oder ob ich mir unnötigerweise Sorgen mache und eigentlich ist alles gut, wie es ist – aber da will ich jetzt nicht weiter darauf eingehen, das wäre ein anderer Artikel…. Beim zweiten Thema wurde mir klar, dass ich selbst immer davon ausgegangen bin, dass da alles schon passt, wie es ist, sich das Thema selbst aber durch “Zufälle” oder unerwartete Situationen immer wieder so sehr auf die Agenda gebracht hat in den letzten Jahren, dass mir erst jetzt beim genaueren Hinsehen klar geworden ist, dass ich da wohl mehr Verantwortung übernehmen muss: Das liebe Thema Geld.

Reicht-um, es reicht, um klarzukommen

Wenn ich so zurückdenke, muss ich zugeben, dass es in den letzten zehn Jahren immer wieder Ereignisse gab, die klare Hinweise waren. Ich war noch nie besonders gut damit, Geld zurückzulegen. Generell habe ich immer genug, um klar zu kommen. Mein heutiger Finanzcoach (Ja, nach dem Workshop habe ich mir tatsächlich zusätzlich einen Finanzcoach gegönnt, Ivonne hat mich regelrecht angefixt.) beschreibt meinen alten Zustand daher gerne als “Reicht-um”. Was sich in Zukunft ändern soll. Aber das wäre auch ein anderer Artikel.
Als mir vor vielen Jahren das erste Mal das passiert ist, was vielen Selbständigen passiert – ich hatte mir nicht genug zurückgelegt und hatte dann eine hohe Steuernachzahlung, habe ich mir einen Steuerberater genommen und gehofft, dass durch seine Hilfe meine Probleme gelöst sind. Zwei Jahre später hat sich herausgestellt, dass dieser Steuerberater nicht sorgfältig arbeitet. So hatte ich zum Beispiel in einem Jahr eine riesige Steuer-Nachzahlung inklusive Vorauszahlung für das laufende Jahr, gleichzeitig hat die Krankenkasse aufgrund eines zu spät eingereichten Steuerbescheides meine Beiträge nachträglich hochgesetzt und zu guter Letzt ist noch ein großer Kunde in einer meiner Firmen abgesprungen. Ich hatte keine Rücklagen, der nette Mann bei der Bank hat mich fast ausgelacht, als ich nach einem Kredit gefragt habe und ohne die großzügige Unterstützung meiner Schwester hätte ich damals private Insolvenz anmelden müssen.
Ich könnte jetzt noch einige weitere solcher “Zufälle” oder “Situationen” beschreiben, die Hinweise dafür waren, was für eine Einstellung ich zu Geld habe. In meiner Selbstreflektion während der Rauhnächte habe ich also festgestellt, dass das Thema Geld eines ist, das ich in diesem Jahr gerne aufräumen will.
Wie das gehen soll, wusste ich damals noch nicht. Aber wie es das Schicksal so will, hatte ich ein paar Tage später den Newsletter von der wunderbaren Eva Kamm in meinem Posteingang, in dem sie einen Workshop ankündigte: “Treating your money like a lover” mit Money Coach Ivonne Senn. Der Titel machte mich neugierig und weil ich nicht an Zufälle glaube, sondern daran, dass einem immer zur richtigen Zeit die richtigen Hinweise zugespielt werden, habe ich mich sofort angemeldet.

Treating your Money like a Lover Workshop

Klar war ich auch etwas nervös: Wer würde noch in dem Workshop sitzen? Mir ist sowieso schon unangenehm, über Geld zu reden, wieviel würde ich über mich und meine Situation preisgeben müssen? Und nicht zuletzt, da ich selbst Coach bin, was ist, wenn es mir überhaupt nicht gefällt, dann sitze ich den ganzen Tag in einem langweiligen Seminar und komme da nicht wieder raus.
Dass der Workshop im gleichen Studio stattfinden sollte, wo ich auch meine Coaching Workshops anbiete, hat mich dann überzeugt, dass es nur das Richtige für mich sein kann, mich darauf einzulassen. Und genauso war es dann auch.
Ivonne Senn (Money Coach) und Eva Kamm (Yoga Lehrerin) begrüßten die Teilnehmer mit leckerem Tee, frischem Obst und selbstgemachtem Kuchen und Muffins in dem gemütlich vorbereiten Yoga-Studio-Loft. Mit ihrer offenen und herzlichen Art gaben sie den Teilnehmerinnen von Sekunde eins ein willkommenes Gefühl und der kleine Plausch mit den anderen Teilnehmerinnen half, das Eis zu brechen und sich schnell vertrauter miteinander zu fühlen.
Nach einer kurzen Begrüßung lud uns Eva ein, bei ein paar einfachen Yoga- und Atemübungen erst einmal körperlich wirklich im Raum anzukommen und uns vollkommen auf den Moment und den Workshop einzulassen. Die wenigen Übungen haben mir auf jeden Fall geholfen, alle anderen Gedanken irgendwo anders zu parken und mich voll und ganz dem gerade startenden Workshop zu widmen.
Nachdem sich kurz alle Teilnehmer noch einmal mit ihrem Anliegen vorgestellt haben, begann Ivonne aus eigener Erfahrung zu erzählen, wie sie Money Coach geworden ist. Dass sie selbst früher anders mit dem Thema umgegangen ist und das auch bei ihr häufig zu Schwierigkeiten oder zumindest einem unguten Gefühl geführt hatte, sie aber dann gelernt hat, damit umzugehen und das Thema für sich zu drehen, gab uns Teilnehmern das Vertrauen, dass wir bei Ihr wertvolle Tipps für uns bekommen, die uns auf unserem Weg unterstützen.

Ivonne hat ihr Konzept auf dem Gedanken aufgebaut, dass es uns helfen soll, unsere Beziehung zu Geld zu verbessern. Passend dazu sind die 6 Übungen, die sie entwickelt hat, angelehnt an Schlagworte, deren Anfangsbuchstaben das Wort RELATE, englisch für in Beziehung stehen, bilden.

Treatyourmoneylikeyourboyfriend(Das ist Yvonne)

RESPEKT

Schon mit der ersten Übung zum Thema RESPEKT wird schnell klar, was sie damit genau meint. Wir sollen uns vorstellen, unser Geld und alles, was damit zusammenhängt, wie zum Beispiel das leidige Thema Rechnungen überweisen oder schreiben, sei unsere beste Freundin, die zu Besuch kommt – wo platzieren wir sie? Was für eine Atmosphäre schaffen wir, wie gehen wir mit ihr um? Die Antworten sind eher genau das Gegenteil von einladend – und zeigt schnell auf, wie wir anders mit dem Thema Geld umgehen müssen, um in eine gute Beziehung zu gehen, nämlich zuallererst mit Respekt. Und gibt uns mit folgendem Zitat auch noch einen Gedankenanstoss: Geld ist ein Spiegel unserer Beziehung mit uns selbst. Die Sprache, die wir benutzen, um über Geld zu sprechen, ist die gleiche, die wir benutzen, um über uns selbst zu sprechen: “Es ist nie genug.” – “Ich bin nie genug”. “Ich will mich damit nicht beschäftigen.” – “Ich will mich mit mir nicht beschäftigen.” Und ich muss zugeben – hier hat sie mich im Workshop das erste Mal erwischt.

Seitdem versuche ich, einen festen Termin in der Woche einzuhalten, an dem ich mich mit meinem Thema Geld verabrede. An dem ich meine Überweisungen mache, meine Ablage, und meine Rechnungen schreibe. Ich mache es mir schön, und freue mich darüber, dass ich mir die Zeit nehme, diese Sachen zu erledigen, statt mich wie früher darüber zu ärgern, dass sich alles stapelt und ich erst dann anfange, wenn es schon fünf vor zwölf ist. Ich spreche liebevoll über Geld und schenke allen Dingen, die damit zu haben, mehr Wertschätzung als früher. Ein guter Anfang.

EMPATHIE

Beim Thema EMPATHIE geht es darum, sich die eigenen Gefühle im Umgang mit Geld klar zu machen. Das funktioniert zum Beispiel, wenn man sich seinen eigenen Kontoauszug vornimmt und jeden Posten hinterfragt. Welche Gefühle machen sich bemerkbar, wenn Du diese Posten anschaust? Welche Schlüsselbegriffe tauchen immer wieder auf? Was sind also Deine Hauptmotivationen im Umgang mit Geld? Oft sind das Gefühle wie Angst, Unsicherheit, Anerkennung oder Stabilität. Wie in jeder Beziehung sollten auch hier die positiven Aspekte überwiegen. Als Übung kannst Du die Posten, die negative Gefühle hervorrufen hinterfragen: Brauchst Du diese Ausgaben wirklich? Oder kannst Du Einnahmen besser auf ein Sparbuch legen, statt es leichtfertig auszugeben, nur weil es gerade verfügbar ist und Du Dich hinterher ärgerst? Und versuche für negative Aspekte eine positive Sichtweise zu finden, z.B gezahlte Steuern eher als ein Zeichen dafür zu sehen, dass Du sehr gut verdient hast.

LIEBE

Das nächste Thema liegt mir persönlich nahe – wer mich kennt, weiß, dass ich das Thema LIEBE quasi personifiziere. Auch ich bin überzeugt davon: keine Beziehung ohne LIEBE. Auch wenn es gerade für uns Deutsche schwierig ist, das Wort auch in Zusammenhang mit anderen als unseren Liebesbeziehungen zu verwenden. Ivonne konfrontiert uns gleich mit einer direkten Frage: “Wann hast Du Dir das letzte Mal gesagt, dass Du Dich selbst liebst?” Sie empfiehlt uns, das jeden Morgen vor dem Spiegel zu üben und in uns herein zu spüren: Wie fühlt es sich an, uns selbst zu sagen, dass wir uns lieben? Wir haben ja bereits gelernt, dass Geld der Spiegel für uns selbst ist. Wenn wir uns nicht selbst lieben, haben wir auch Schwierigkeiten, Geld zu lieben. Die Folgen sind dann, dass wir uns immer schuldig fühlen, nicht genug zu sein / haben oder zu viel zu beanspruchen. Mit ein paar Fragen führt Ivonne uns an wichtige Antworten heran. Klick gemacht hat es bei mir bei der Frage “Wer profitiert davon, wenn ich mehr Geld habe? Nicht nur die erste Person, sondern eben auch die Personen, die davon profitieren, die damit zusammenhängen, also die zweite Ebene, die dritte Ebene etc.” Für mich ist die Antwort klar: Wenn ich mehr Geld dafür bekomme, dass ich Menschen dabei unterstütze, sich selbst zu lieben und sich ihr Leben so gestalten, wie sie es sich wünschen, werde ich noch mehr Menschen dabei unterstützen können. Und ich werde mehr Geld ausgeben für Dinge, die mir eine Freude machen, wovon wiederum mehr Menschen profitieren, die wiederum davon ihre Familie ernähren können, sich selbst schöne Dinge leisten können oder eben das Geld wiederum in neue Energie umwandeln können.

Fülle führt zu Fülle.

Als ich mir das bewusst mache, wird mir sofort klar, dass ich keineswegs nur an mich selbst denke, wenn ich für meine Leistungen Geld (oder mehr Geld) verlange, sondern auch dafür sorge, dass viele andere Menschen davon profitieren. Fülle führt zu Fülle. Positive Energie zu mehr positiver Energie. Ein ziemlich schöner Gedanke, der mein Verhältnis zu Geld sofort um mehrere Ebenen verbessert.

AUFMERKSAMKEIT

Bei dem Thema AUFMERKSAMKEIT im Anschluß sensibilisiert uns Ivonne dafür, wie wir uns im Alltag mit dem Thema Geld auseinandersetzen. Ein einfacher Leitsatz soll uns dabei helfen: Du erntest, was Du säst. Unsere Gedanken sind kleine Samen, die mit weiteren Gedanken und Taten immer größer werden. Es geht also darum, dass wir darauf achten, was wir in Bezug auf Geld denken, wie wir darüber reden und wie wir uns bei Angelegenheit rund um Geld verhalten. Sie empfiehlt uns, im Alltag öfter mal darauf zu achten, wie wir uns mit dem Thema Geld beschäftigen und immer, wenn wir uns bewusst werden, den Fokus auf etwas Positives lenken.

TUCHFÜHLUNG

Als Nächstes beschäftigen wir uns mit dem Thema TUCHFÜHLUNG. Nach einer Meditation mit Eva, die uns noch einmal auf anderer Ebene mehr ins Gefühl bringt, führt uns Ivonne wieder durch einige Fragen: Wie fühlt sich mein Körper an, wenn ich arbeite? Wie fühlt er sich an, wenn ich nach Hause komme? Wenn ich eine Entscheidung treffen muss, welche Variante fühlt sich leichter an? Wie fühle ich mich, wenn ich Geld für etwas ausgebe? Sie gibt uns in dem Zusammenhang noch einen sehr guten Tipp, den ich seitdem auch bewusst beachte: wir sollten wieder mehr mit Bargeld bezahlen. Das Gefühl, für etwas wirklich zu bezahlen, geht durch die Möglichkeit, mit EC- oder sogar Kreditkarte zu bezahlen, mehr und mehr verloren. Wenn wir uns wieder angewöhnen, immer Bargeld dabei zu haben, und auch größere Ausgaben mit Bargeld zu bezahlen, bringt uns wieder mehr in Verbindung mit unserem Gefühl, Geld für etwas zu bezahlen. Und wir merken schneller, ob wir den Preis auch gerne zahlen oder das Produkt auch wirklich wollen, das wir mit Bargeld bezahlen. Ich kann nach kurzer Zeit schon sagen: es funktioniert! Ich gebe noch viel lieber Geld aus für Sachen, über die ich mich wirklich freue, und habe auch schon das ein oder andere Mal einen Rückzieher gemacht, als ich mir bildlich das Geld vorgestellt habe. Unbedingt ausprobieren!

EXPERIMENTIEREN

Zu guter Letzt motiviert uns Ivonne, zu EXPERIMENTIEREN. Wir entwickeln uns nur außerhalb unserer eigenen Komfortzone. Wenn wir nie etwas ausprobieren, bleibt immer alles beim Alten. Und ein Experiment ist immer eine Erfahrung, kann also nie unerfolgreich sein! Sie lädt uns ein, uns zu einem bestimmten Datum einen bestimmten Betrag Geld zu wünschen, um dann etwas zum Spaß zu machen. Wir sollen in das Gefühl gehen, was wir mit dem Geld machen würden und uns so lange hineinsteigern, bis wir es kaum noch aushalten. Und dann loslassen und vertrauen, dass uns das Geld auf irgendeine Weise zugespielt wird. Wenn wir eben daran glauben.
Ich werde Euch jetzt nicht erzählen, was ich mit dem Geld machen werde, wenn ich es bekomme. Aber was ich Euch verraten kann: der Workshop mit Ivonne und Eva hat meine Beziehung zu Geld tatsächlich verändert. Auch jetzt, einige Wochen nach dem Workshop, denke ich oft und immer mal wieder an die vielen Impulse, die uns Ivonne gegeben hat und habe viele der praktischen Ideen schon in den Alltag integriert. Als Coach weiß ich selbst, dass alles ein Prozess ist, aber der erste Schritt ist gemacht: wenn ich heute an Geld denke, dann mit Freude. Mir fällt es leichter, Angebote zu stellen, Rechnungen zu schreiben und ich mache sogar regelmässige gerne meine Steuern. Wer hätte das gedacht!

Geld_Bali(Auf Bali ist man schnnell mal Millionär)

 

Die nächsten Termine sind am 28. Mai in Bergheim und 26. Juni in Hamburg findet ihr im Wetreat Kalender

Weitere Infos: www.ivonnesenn.de

 

 

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